Freitag, 5. Oktober
Gestern sind wir vom Norden 600 km in Richtung Süden gefahren. Mental war ich wohl noch nicht bereit, schon wieder von dort aufzubrechen. Es war doch zu schön am Strand und so hab ich
dieses Mal meinen Adapterstecker sowie mein Duschbad vergessen. Dafür habe ich jetzt meine Cafeteria wieder. Ich hab die letzten Tage sehr oft darüber nachgedacht, wie lange ich hier in Neuseeland bleiben möchte. Adrian (unser Mönch-artigrer Zimmer-Mitbewohner aus England) meinte, dass sich der Zeitpunkt ganz von alleine finden wird: Wenn ich alles verloren habe, ist es Zeit nach Hause zu gehn. Ha Ha. Wir sind nun in Whitianga auf der Coroman
del Halbinsel. Unser neues Hostel ist zwar auch am Strand, aber leider nicht im Ansatz so schön wie das davor. Der Morgen begann damit, dass ich vom Vibrieren des Schleudergangs einer Waschmaschine geweckt wurde. Dieses übertrug sich über den Fußboden direkt in mein Bett und es war definitiv noch vor 8 Uhr. Nach meinem kurzen Ausflug zum Strand habe ich mich in der Toilette eingesperrt und es benötigte eine Zeit, bis ich das hackende Schloss wieder öffnen konnte. Der Gemeinschaftsraum stank nach irgendwas mit Reis und 3 Japanerinnen breiteten sich bitterernst ihr Frühstück zu. Ich wartete also
noch einen Moment und schließlich wollte ich in völliger Ruhe frühstücken. Ich suchte noch nach der Ursache, warum diese Herdplatte nicht warm wird, da schallte mir ein Good Morning entgegen. Eine weibliche, asiatische Form von Daniel Düsentrieb stand plötzlich vor mir und begann mit ganzer Hingabe die Hüte zu reinigen. Ich musste lachen. Heute Mittag haben wir einen Hochseil-Kletterkurs besucht und mal wieder was für den Adrenalinhaushalt getan. Anschließend waren wir noch am Cathedral Cove. Ein wirklich schöner Strand, der definitiv was besonderes hat.
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