Sonntag, 28. Oktober 2007

Nachtrag: Wellington 25. / 26. Oktober

Also dieser Blog ist manchmal wirklich anstrengend. Nachdem ich mir nun hier in Nelson was zu Essen gemacht habe sitzt nun ständig dieser Hund vor mir und wirft mir vorwurfsvoll diesen Tennisball vor die Füße. Manno! Und nun kommen auch noch diese miesen kleinen Sandfliegen, so dass ich jetzt entgültig ins Haus flüchte. Moment. Sandfliegen stechen nämlich und das gemeine ist, dass es erst am nächsten Tag sehr juckt und das dann noch ein paar Tage dauert, bis es wieder aufhört..

Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, auf nach Wellington. Ashley meinte vor meiner Abreise: Du wirst von Wellington ziemlich angepisst sein, wenn du da ankommst.
Denk dran hier ist Sommer, dort ist immer Sturm und blödes Wetter. Die Fahrt zog sich in die Länge und als wir endlich angekommen waren wurde es langsam dunkel. Nina und Jost haben Hostel ausgesucht, dass zu dieser VIP-Backpackers Kette gehört. VIP - ich lach mich schlapp! Es war ziemlich runtergekommen, die Zimmer waren winzig, es war dreckig und Internet sowie weitere Kommunikationsmöglichkeiten existierten nicht wirklich. Das Wetter war wie vorher gesagt scheiße und Ashley hatte voll recht. Nach diesen 9-Stunden-tag war ich erstmal richtig angepisst und wollte dort gleich wieder abhauen. Jedoch hatte mein favorisiertes Hostel keine Betten mehr frei, so dass ich schließlich doch eingecheckt bin. Miriam hat dann 5-Minuten Fertignudeln gekocht und ich öffnete mein erstes Bier. Das einzig wirklich Gute an diesem war der Pool-Billard Tisch. So begaben wir uns bald dahin um dort ein paar Runden Pool zu spielen und so lange weiter zu trinken bis jegliche Alkohlvorräte aufgebraucht waren. Die Mädchen haben gegen die Jungs gespielt. Dabei war unser Sieg keinesfalls sicher, ist doch Nina wirklich gut beim Pool. Aber Jost ist auch nicht schlecht und ich hatte schon zwei Tage vorher ein paar Runden mit Nina gespielt und kam langsam wieder in Form. An diesem Abend haben sich die Mädchen wirklich angestrengt, aber leider immer ganz knapp verloren.. Es war wirklich sehr lustig - aber das im Nachinein näher zu beschreiben, erscheint mir etwas sinnlos..


Am Morgen danach bin ich in meiner 6-Bett Kammer mit tierischen Kopfschmerzen erwacht und hab mir gleich mal den Kopf am Doppelstockbett gestoßen. Nina meinte, sie würde gleich weiter zur Südinsel fahren. Dort besitzt ihr Vater eine Schokoladenfabrik und es wären im Haus noch Betten frei. Mir war klar, ich wollte nicht länger in dieser Absteige bleiben. Mein Kontostand erstrahlt auch nicht mehr so in üppiger Pracht und bevor ich alles in Wellington ausgebe nehme ich doch lieber Free-Accomodation und die 200 NZ$ Fähre bevor das Geld alle ist. So habe ich also Wellington nur mit Kater vom Auto aus gesehen. Der Geldautomat war einfach zu finden und ich habe mich nicht ein einziges Mal verfahren.. Nur dieser eisige Wind! Hin und wieder habe ich unter Backpackern Horrormärchen über die Fährverbindung zwischen den beiden Inseln gehört - alles Käse! Es war super stressfrei und das Meer war auch sehr ruhig. So ging es gegen 14 Uhr mit Katerbier und Wellington im Rücken auf zur Südinsel.

Wie es weiter ging und auch endlich das Poetry-Video kommen dann morgen früh bzw. bei Euch heute Abend. So long..

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